Ablauf- und Aufbauorganisation – Unternehmen managen

8 OG: Management

Willkommen im Management – Ihre Ebene rund ums Leiten und Managen.

Ein gutes Management ist wichtig. Es entwickelt eine Ablauf- und Aufbauorganisation, trifft eindeutige Entscheidungen, erzielt Resultate, konzentriert sich auf das Wesentliche, übernimmt Verantwortung und sollte Vertrauen schaffen. Ist das Management nicht dazu in der Lage das Unternehmen richtig zu führen, passiert es häufig, dass ein Vorstandsmitglied zurücktritt. Genau das ist beim ADAC passiert. Der Konzern kam in einen berechtigten Verruf und der Präsident Peter Meyer ist zurückgetreten.

Ablauforganisation

Ablauforganisation - Prozess

Beispielprozess einer Ablauforganisation (c) mumble-tower.de

Die Ablauforganisation beschäftigt sich mit den zeitlichen und den räumlichen Prozessen betreffend der Umsetzung des Organisationsziels aller Handlungsträger. Das Mittel der Ablauforganisation ist allerdings nur dann sinnvoll einzusetzen, wenn es sich um regelmäßig wiederholende Routineprozesse handelt. Die Ablaufprozesse werden mit Hilfe unterschiedlicher Darstellungsformen gestaltet. Die Gemeinsamkeit der Darstellung besteht darin, dass sie lückenlos ineinander greifen. Zu den Gebieten, die eine Ablauforganisation zu betreuen hat, gehören unter anderem Beratung, interne Revision, Controlling, Operational Auditing, Financial Auditing, Innovationsforschung, Systemimplementierung, Standard- und Individualsoftware, Mergers & Aquisitions.

Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation ist das statische Element eines Organisationsablaufs, das die Aufgaben an die einzelnen Entscheidungseinheiten nach den Kriterien der Arbeits- und Kompetenzteilung an die zuständigen Instanzen verteilt. Die Aufbauorganisation wird in Stellen beziehungsweise Abteilungen gegliedert, die dann voneinander abgegrenzt ihre arbeitsteiligen Unternehmensaufgaben realisieren. Ein Vorteil ist die hohe Spezialisierung, nachteilig jedoch wirkt sich die strenge Hierarchieregelung aus, die eventuell zu Inflexibilität und verlangsamten Informationswegen führen kann. Zu der Aufbauorganisation gehören die Bereichsbildung, die Fertigungsorganisation und die Entwicklungsorganisation. Die Aufbauorganisation kann mit Hilfe verschiedener Systeme realisiert werden.

  • Einliniensystem
  • Mehrliniensystem
  • Stabliniensystem
  • Matrixorganisation

Aufbauorganisation – Einliniensystem

Aufbauorganisation mit Einliniensystem

Beispiel für das Einliniensystem (c) mumble-tower.de

Das Einliniensystem ist ein Leitsystem, das alle Abläufe und Prozesse einer Organisation in einer Linie festlegt, von oben nach unten. Es handelt sich um ein hierarchisches Leitsystem, in dem untergeordnete organisatorische Einheiten dem festgelegten Instanzenweg folgen und ihre Weisungen von der jeweils übergeordneten Einheit erhalten und diese entsprechend ausführen. Von Vorteil ist, dass der ganze Ablaufprozess einer Organisation nach den Kriterien von Kompetenz und Kommunikation festgelegt ist. Die Dispositionsfähigkeit, also der Kommunikations- und Entscheidungsprozess, kann jedoch unter Umständen stark beeinträchtigt werden. Aus diesen Abläufen kann sich eine mangelnde Spezialisierung ergeben.

Aufbauorganisation – Mehrliniensystem

Aufbauorganisation - Mehrliniensystem

Beispiel für das Mehrliniensystem (c) mumble-tower.de

Das Mehrliniensystem arbeitet gegensätzlich zum Einliniensystem. In der Hierarchie untergeordnete Einheiten erhalten Weisungen von mehreren Instanzen. Das Mehrliniensystem setzt dabei sowohl auf Spezialisierung als auch auf die Entlastung der einzelnen Instanzen. Dieses Organisationsmodell zielt auf organisatorische Effizienz und bildet in vielen Fällen eine Schnittstelle mit der Matrixorganisation. Zu ihr gehören unter anderem die Bereichsbildung, die Entwicklungsorganisation, und die Fertigungsorganisation.

Aufbauorganisation – Stabliniensystem

Aufbauorganisation - Stabliniensystem

Beispiel für das Stabliniensystem (c) mumble-tower.de

Das Stabliniensystem ist die Fortsetzung des Mehrlinien- und des Einliniensystems. Das ist immer dann der Fall, wenn den beiden zuvor genannten Ablauforganisationen Berater zur Seite gestellt werden. Die Organisationsabläufe werden in einzelne Einheiten aufgeteilt, deren Aufgabe es ist, verschiedene Kriterien zuerst zu diskutieren und dann zu einem eigenverantwortlichen Ergebnis zu gelangen. Die Ablauforganisation wird dabei in Teileinheiten zerlegt, die den Vorteil einer hohen Eigenverantwortlichkeit der beteiligten Instanzen aufweisen. Sie baut damit die Nachteile ab, die sich aus dem streng hierarchisch geregelten Einliniensystem ergeben können.

Aufbauorganisation – Matrixorganisation

Aufbauorganisation - Matrixsystem

Beispiel für das Matrixsystem (c) mumble-tower.de

Die Matrixorganisation setzt das Einliniensystem fort. Sie ist in ihrer Grundform mehrdimensional organisiert. Dieser Organisationsablauf zeichnet sich durch seine hohe Spezialisierung aus, die die gleichzeitige Zerlegung der involvierten Entscheidungsprozesse in einzelne Abläufe mit sich bringt. Nach verschiedenen Kriterien werden Entscheidungskompetenzen auf mehrere Einheiten übertragen. So überträgt zum Beispiel die Unternehmensleistung Entscheidungskompetenzen auf die Bereiche Beschaffung, Produktion und Absatz. So setzt dieses Organisationsmodell auf der zweiten Hierarchieebene an, die sich in einer Teilbereichsorganisation auf den niedrigeren Entscheidungsebenen fortsetzen kann. Diese entscheidungsberechtigten Einheiten dürfen jedoch nur gemeinsam handeln und Beschlüsse fassen. Die mehrdimensionale Matrixorganisation berücksichtigt betreffend ihre Arbeitsweise immer mehrere Aspekte einer Handlung auf gleichberechtigter Ebene. Es kann jedoch zu Kompetenzüberschreitungen zwischen den Entscheidungseinheiten kommen, die Konfliktpotential mit sich bringen.

Andere Stockwerke im Mumble-Tower

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