Corporate Publishing: Printprodukte mit Rollendruck

Der Abgesang auf Printprodukte ist omnipräsent. Dem Schlachtruf „Print is dead!“, der von überall erschallt, möchte man ein vehementes „Not so!“ entgegensetzen, wenn man die Entwicklungen der letzten Jahre im Printbereich beobachtet. Zeitungen mögen mit schwindenden Auflagen zu kämpfen haben, in anderen Bereichen wie zum Beispiel in der Werbung oder im Corporate Publishing sieht es zum Glück weniger dramatisch aus. Hier können Bogendruck und besonders Rollendruck punkten.

In der Werbung und im Corporate Publishing lassen sich in den letzten Jahren sogar Tendenzen ausmachen, die dem viel geschmähten Print neues Leben einhauchen. So setzen besonders große Unternehmen bei Marketing und Markenkommunikation verstärkt auf qualitativ hochwertige Print-Werbung. Die Investition lohnt sich: Während digitale Werbeformate dem User als weitgehend beliebig und öfter als gewünscht lästig erscheinen, werden Print-Anzeigen noch immer als exklusiv und einzigartig wahrgenommen und hauchen dem Produkt oder der Marke sinnlich-erfahrbaren Charme ein.

Professionelle Kunden- oder Mitarbeiterzeitung

Besonders beim Corporate Publishing weiß man den Print-Effekt für die Unternehmens- und Markenkommunikation zu schätzen. Mit journalistischen Formaten wie Kunden- und Mitarbeiterzeitungen werden Kunden und Mitarbeiter nachhaltig an die Marke gebunden. Wer schon einmal zum Vergleich Magazine von BMW, BAUHAUS oder BUDNIKOWSKY in den Händen gehalten hat, weiß, wie unterschiedlich Konzepte und Umsetzungen von erfolgreichen Kundenzeitungen sein können. Eins verbindet die Formate: Auf Qualität kommt es an! Beim Storytelling genauso wie bei der Grafik und beim gedruckten Endprodukt.

Mit Rollendruck lassen sich besonders gut Kunden- und Mitarbeiterzeitungen drucken.

Mit Rollendruck ist die Kunden- oder Mitarbeiterzeitung schnell in Top-Qualität gedruckt.(©istockphoto.com_narvikk)

Kostengünstig und hochwertig mit Rollenoffset

Beim Corporate Publishing – aber zum Beispiel auch beim Druck von Katalogen oder Broschüren – in niedrigen oder mittleren Auflagen kommen Offsetdruckverfahren zum Einsatz. Große Druckereien wie Neef +Stumme bieten sowohl Bogendruck als auch Rollendruck an. Beide Druckverfahren sind indirekte Flachdruckverfahren, bei denen druckende und nicht druckende Elemente der Druckform auf einer Ebene liegen und der Bedruckstoff über ein Gummituch – also indirekt – bedruckt wird. Das Papier kommt beim Rollenoffsetdruck, wie der Name schon zu erkennen gibt, von einer Papierrolle. Beim Bogendruck werden Bögen bedruckt.

Im Vergleich zum Tiefdruck, der für Kataloge, Prospekte, Broschüren und Beilagen in Millionenauflage die passende Wahl ist, fallen beim Rollendruck nur geringe Kosten für die Druckvorstufe und die Druckplatten an. Beim Rollenoffset sind zudem die Herstellungszeiten geringer und Korrekturen lassen sich schneller einarbeiten. Wo beim Tiefdruck im Fall der Fälle ein Zylinder neu graviert werden muss, wird beim Offset „einfach“ eine neue Druckplatte hergestellt. Das schont den Geldbeutel und die Produktionszeiten!

Teilauflagen und Veredelung im Rollendruck

Geringe Produktionszeiten und niedrige Herstellungskosten der Druckplatten machen den Offset-Druck dann auch interessant für alle Projekte, bei denen es schnell gehen muss, und für den Druck von Teilauflagen. Außerdem besticht das Offset-Druckbild mit randscharfem Ausdruck der Schriften und Punktschärfe. Beim Tiefdruck kann es hingegen zu unscharfen oder zackigen Schrifträndern kommen, weil bei diesem Verfahren die Schrift gerastert wird. Nicht immer fallen diese kleinen Unschönheiten gleich ins Auge. Bei einem hochwertigen Druckprodukt stehen sie einem optimalen Gesamteindruck aber entgegen und sollten möglichst vermieden werden.

Bei der Weiterverarbeitung kann der Rollendruck ebenfalls punkten. Im Unterschied zum Bogenoffsetdruck, bei dem die Weiterverarbeitung der Druckprodukte – zum Beispiel Heftung oder Falzung – im Anschluss an den Druckprozess erfolgen, werden diese Schritte beim Rollendruck in der Druckstraße vollzogen. Einige Maßnahmen zur Veredelung, wie beispielsweise die Verwendung von UV-Lacken, können beim Rollendruck mit zusätzlichen Druckwerken gleichermaßen inline auf den Weg gebracht werden.

Zusätzliche Druckwerke zu den vier CMYK-Druckwerken sind auch für Sonderfarben und Schmuckfarben wichtig. Soll Gold oder Silber gedruckt oder die Hausfarbe des Unternehmens verwendet werden, wird ein zusätzliches Farbwerk benötigt. Nur mit einer vorgemischten Farbe hat beispielsweise ein Unternehmenslogo in allen Publikationen dieselbe Farbe. Wird die Farbe über die vier CMYK-Farbwerke aufgebracht, kann es zu ungewünschten Farbschwankungen kommen. Für das ungeübte Auge nicht unbedingt zu erkennen, können Farbabweichungen das Corporate Design und die Corporate Identity eines Unternehmens nachhaltig torpedieren.

Premium Printing für Corporate und Public Publishing

Große Druckereien verfügen in der Regel über Druckmaschinen für unterschiedliche Druckverfahren, zum Beispiel Offsetdruck, Digitaldruck oder Siebdruck. Eine hausinterne Druckvorstufe – auch „Prepress“ genannt – übernimmt auf Wunsch grafische Aufgaben wie Layout, Bildbearbeitung oder Reinzeichnung, überprüft vom Agenturen gelieferte Druckdaten und fertigt Farbproofs zur Abstimmung mit dem Kunden an. Der Druck erfolgt anschließend fast vollautomatisch mit digitalisierten Druckmaschinen. Ausgebildete Fachkräfte überwachen dabei jeden Schritt des Workflows und stellen die Qualität der Druckerzeugnisse sicher,

Viele große Druckereien verfügen außerdem über eine Logistik-Abteilung oder einen Lettershop, der den Versand der Kunden – oder Mitarbeiterzeitungen übernimmt und bieten so eine perfekte Lösung für Unternehmen, die hochwertiges Corporate Publishing und schlanke Prozesse favorisieren. Nicht umsonst haben traditionsreiche Druckereien meistens einen festen Kundenstamm, freuen sich aber zu jeder Zeit über neue Kunden und neue Projekt. Eine gute Druckerei ist ein verlässlicher Partner für eine optimale Unternehmens- und Markenkommunikation. Und darauf kommt es an!

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