Fit ohne Geräte – gut und günstig

Der Wunsch nach einem schlanken, fitten Körper steckt wohl in den meisten Menschen, doch es gibt viele Gründe, die sie abhalten von einer regelmäßigen sportlichen Betätigung. Oft ist es eine Mischung aus Trägheit, wenig Zeit, zu hohen Kosten fürs Studio und anderen Einwänden, die ein Workout im Fitnesscenter unmöglich zu machen scheinen. Dabei ist Trainieren nicht zwingend mit dem Besuch eines Fitnessstudios verbunden; auch daheim oder in der freien Natur kann man sich körperlich ertüchtigen – mit Bodyweight-Training. Wie Sie fit ohne Geräte werden, lesen Sie hier.

Was stört am Fitnessstudio?

Es ist ja nicht so, dass es keinen Spaß machen würde, im Fitnessstudio zu trainieren – indes ist der Spaßfaktor natürlich sehr stark von der Atmosphäre des Studios, insbesondere den Mitarbeitern und den anderen Gästen abhängig. Allerdings hält viele der Faktor Zeit vom regelmäßigen Besuchen des Fitnessstudios ab: man muss die Sachen packen, dorthin und zurück gelangen, gegebenenfalls kommt man im Fitnesscenter nicht an die Geräte, weil sie ständig von anderen genutzt werden. Oder man muss sich mit manch einem Mitsportler herumärgern, der sein Handtuch auf „seinem“ Gerät platziert hat, während er minutenlang in der Gegend herumstolziert, und bei der Aufforderung, er möge das Gerät doch nicht für sich besetzen, auch noch ausfallend wird.

Und dass man im Studio von einem qualifizierten Trainer gezeigt bekommt, wie man die Übungen richtig ausführt, ist auch nicht gesagt. Etliche Trainer sind kaum qualifiziert, andere machen nur ihr eigenes Ding mit ihren Buddys und ignorieren die „normale“ Kundschaft. Kann man da nicht auch ohne Trainer sein Workout bestreiten? Ja, man kann.

Fit ohne Geräte heißt Bodyweight-Training

Fit ohne Geräte: nur durch Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Zu Englisch Bodyweight-Training. Bedeutet, dass die Gewichte, mit denen man im Fitnessstudio trainiert, durch den Widerstand des eigenen Körpergewichts ersetzt werden.

Der große Vorteil dieses Bodyweight-Trainings ist, dass es ein „funktionelles Training“ ist. Wikipedia schreibt dazu:

Funktionelles Training ist eine alltagsrelevante und sportartübergreifende Trainingsform. Sie beinhaltet komplexe Bewegungsabläufe, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Im Grunde genommen werden Bewegungen anstelle einzelner Muskeln trainiert. Somit steht es im Gegensatz zum traditionellen Krafttraining, bei dem oft ein Großteil der Übungen an Geräten absolviert wird, um die anzusprechenden Muskeln oder Muskelgruppen gezielt zu isolieren.

Frau macht einarmigen Liegestütz

Fit ohne Geräte – jederzeit und überall © istock/gruizza

Mit dem funktionellen Training werden also nicht nur isoliert Muskeln aufgebaut, sondern ganze Bewegungsabläufe und Muskelgruppen trainiert.

Zusätzliche Vorteile, wenn man nur mit dem Eigenkörpergewicht trainiert:

  • Sie können sich das teure Geld fürs Fitnessstudio sparen.
  • Sie sind nicht an Öffnungszeiten gebunden.
  • Sie können Ihr Workout überall starten, ob daheim, im Grünen oder auch auf Geschäftsreise im Hotelzimmer.

Fit ohne Geräte: Kurz, intensiv und schwer

Einer der Vorreiter des Bodyweight-Trainings ist Mark Lauren, der mit seinem Programm „Fit ohne Geräte“ amerikanische Elitesoldaten fit macht. Lauren betont, dass sein Workout relativ kurz, dafür aber die Intensität des Trainings sehr hoch sein soll, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Und: Wenn man alle Möglichkeiten einer Übung ausgeschöpft habe, solle man sie erschweren – analog zum Mehr-Gewichte-Auflegen im Fitnesscenter. Wenn Ihnen also die Liegestütze zu leicht sind, beginnen Sie damit, einarmige Liegestütze zu trainieren!

Wie machen Sie sich fit ohne Geräte?

Für ein gutes Körpergewichtstraining beherzigen Sie diese Punkte:

  • Trainieren Sie intensiv und effektiv: 30 bis 45 Minuten am Tag, mindestens viermal in der Woche!
  • Machen Sie Übungen wie Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeugen, Situps, Beinheber, Planks, Handstand, Burpees etc.!
  • Verlegen Sie das Workout bei gutem Wetter nach draußen und trainieren Sie in Gesellschaft (zum Beispiel in Calisthenics-Gruppen)!
  • Integrieren Sie Möbel und andere Hilfsmittel wie Stangen, Bodenmatten, Gymnastikbälle etc. in die Übungen!
  • Halten Sie die Motivation aufrecht, indem Sie die Übungen schwieriger gestalten!
  • Und auch regelmäßiges Laufen, Hanteln sowie „richtig trainieren im Fitnessstudio“ ist natürlich nicht verboten…
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