Über Stock und Stein mit RC-Offroad-Cars

Als Kind war es der absolute Hit mit dem ferngesteuerten Auto über Wald-, Geh- und Radwege zu heizen – und umso ärgerlicher, wenn das Gefährt an kleinsten Hindernissen hängen blieb oder sich gar überschlug. Dann hieß es: hinlaufen, aufheben, umdrehen, weiterfahren. Denn oftmals waren die kleinen Flitzer nicht wirklich für unwegsames Gelände ausgelegt. Wer dennoch gerne über Äste, Wurzeln und Sandhügel brettern möchte, ist mit einem RC-Offroad-Car bestens beraten.

RC-Onroad- oder RC-Offroad-Car – welches ist das richtige?

Wer sich für RC-Cars interessiert, muss sich schon zu Anfang mit dieser Frage auseinandersetzen. Denn schnell wird klar: Auch, wenn es eine rege Fülle an unterschiedlichen Typen, Modellen, Preis- und Leistungsklassen innerhalb der RC-Welt gibt, kommt es zuerst darauf an, auf welchem Untergrund man fahren möchte. Wer vorwiegend auf Asphalt (oder zumindest auf glatter Oberfläche) fährt, ist mit einem Onroad-Modell besser aufgehoben. Wenn es jedoch über Stock und Stein gehen soll, sind Offroad-Modelle ganz klar zu favorisieren.

RC-Offroad-Car (c) Gregory_DUBUS / istockphoto.com

RC-Offroad-Car (c) Gregory_DUBUS / istockphoto.com

Der Unterschied liegt vor allem in der Bauweise. Während Onroad-Cars ein eher glattes Reifenprofil aufweisen, zeichnen sich RC-Offroad-Cars vor allem durch ein deutlich ausgeprägteres Profil aus. Zudem haben sie in der Regel flexiblere Achsen – je nach Preisklasse auch mit Federung – um Hindernisse auf der Fahrbahn besser bewältigen zu können. Ein weiterer Unterschied, der vor allem in der Offroad-Sektion anzutreffen ist, ist die Antriebsart. Während Onroader häufig nur Hinterradantrieb haben, kommen vor allem Offroad-Cars auch mit Allradantrieb daher. Damit lassen sich Steine, Äste und Erhebungen besser erklimmen.

Spannend für Freunde des Rennsports: In der RC-Szene finden diverse Wettrennen in verschiedenen Klassen und Kategorien statt – für RC-Cars mit Elektro- und Verbrennermotor, für Glattstrecke und Offroad, für Großmodelle und für Modelle im Maßstab 1:8. Dachverband für den ferngesteuerten Automodell-Rennsport ist der Deutsche Minicar Club e.V., der auch regelmäßige Wettbewerbe austrägt.

Für jeden das passende Modell

Besonders interessant ist die Vielzahl an Modellen, die man bei RC-Offroad-Cars findet. Hier ist für jeden Typen das passende Fahrzeug dabei. Besonders unter Einsteigern beliebt sind die RC-Buggys. Sie haben ein gut gefedertes Fahrwerk und machen aufgrund ihrer hohen Beschleunigung besonders viel Spaß. Zudem sind sie klein, leicht, sehen schnittig aus und können spektakuläre Drifts hinlegen.

Eine spannende Schnittstelle zwischen Buggy und Truck bilden die sogenannten Truggys. Diese Hybrid-Fahrzeuge vereinen die Karosserie von RC-Trucks mit Chassis und Reifenprofil von klassischen Buggys. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass dadurch eine größere Bodenfreiheit gewährt wird, während die Wendigkeit und das bequeme Handling der kleineren Buggys quasi erhalten bleibt.

Eine Nummer größer, bitte: RC-Offroad-Car im Truckformat

Eine Nummer größer und schwerer kommen RC-Offroad-Trucks daher. Größte Unterschiede zu Buggys und Truggys sind in erster Linie natürlich Optik und Maße. Doch auch in Puncto Reifengröße, größere Bodenfreiheit und höherem Schwerpunkt heben sie sich deutlich von den anderen beiden Kategorien ab. Dazu sind RC-Trucks und RC-Monstertrucks auch mit Allradantrieb und Doppelmotor erhältlich – einige Monstertruckmodelle sogar mit originalgetreuer Starrachse.

Auch vorbildgerechte Nachbauten sind erhältlich, die man bei gut sortierten Fachhändlern wie Staufenbiel finden kann. Ford F-150 Raptor, Mitsubishi Pajero Rally, Jeep Cherokee oder der Grave Digger Monster Jam Truck sind nur einige RC-Car-Modelle, die an ihre großen Vorbilder angelehnt sind. Und wer es besonders ausgefallen mag: Es gibt sogar Unimog-Modelle in den verschiedensten Ausführungen, von Militär bis Feuerwehr.

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