Von AKW- zu Naturstrom: Die Stromwende

2 UG: Versorgung

Willkommen im 2 Untergeschoss – Hier geht es um die Versorgung und Instandhaltung.

Spätestens seit Fukushima ist die so genannte Energiewende vor allem in Deutschland wieder in aller Munde. Auch wenn man unter diesem Begriff maßgeblich eine Wende, sowohl in den Bereichen Verkehr und Wärme, als auch im Strombereich versteht, liegt der Fokus hierzulande auf letzterem. Ein wichtiger Faktor zur Etablierung der neuen Energiekonzepte in Deutschland ist das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“, kurz EEG.

Der Wechsel zum Naturstrom seit 1990

Naturstrom erzeugen

Naturstrom mit Staubecken herstellen (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Schon seit den frühen 1990er Jahren debattiert die Bundesregierung über einen Gesetzesentwurf, der die Einspeisung von Energie aus erneuerbaren Quellen fördern sollte. Ausgangspunkt waren hier vor allem massive Proteste an der Sicherheit der Kernkraftwerke, sowie zunehmende Engpässe bei fossilen Rohstoffen, wie zum Beispiel Braun- oder Steinkohle. Mit den Jahren haben sich die Klauseln des EEG immer weiter verändert. In der Regel betrifft das,

  • die Erweiterung der Quellen von Naturstrom,
  • den Rückbau von Kernkraftwerken und
  • eine geringere Nutzung fossiler Energiequellen.

2011 beispielsweise wurde die Stromwende durch die Förderung von Photovoltaik-Anlagen vorangetrieben. Mit diesen können Hauseigentümer Naturstrom durch Anlagen auf ihren Dächern produzieren, nutzen und in das Stromnetz einspeisen. Laut Gesetz soll der Anteil der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2020 auf 35 % steigen.

Die Stromwende heute

Kosten Nautrstrom

Naturstrom verursacht hohe Umrüstkosten (c) Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Auch im Jahre 2013 haben einige Veränderungen der Gesetzeslage, betreffend der Stromwende, die Situation für die Verbraucher verändert. Interessant ist hierbei vor allem der Aspekt der EEG-Umlage. Die in den Medien auch oft als „Ökostrom-Umlage“ bezeichnete Regelung soll die Kosten, die bei der Förderung von Naturstrom entstehen, zum großen Teil auf die Verbraucher abwälzen. Bis heute gibt es vor allem bei der Finanzierung und Förderung der Stromwende immer wieder hitzige Debatten. Einerseits werden vor allem Unternehmen durch die für sie meist deutlich höheren Energiekosten stark belastet, andererseits fühlen sich auch viele Verbraucher durch die undurchsichtige und ungleich verteilte EEG-Umlage ungerecht behandelt. Trotz dieser Probleme steht die Umstellung auf Naturstrom bei Umfragen in der Bevölkerung noch immer hoch im Kurs. Dies wird wahrscheinlich durch weltpolitische Debatten gefördert, wie die Sicherheit von Atomreaktoren oder die Förderung des Treibhauseffektes durch CO2-Emmissionen. Das Resultat der vielen Konflikte ist ein scheinbar nicht enden wollender Diskurs zwischen Verbraucherverbänden, Energieunternehmen, Wissenschaftlern, Experten und natürlich Politikern.

Interessante Artikel aus anderen Etagen:

Kommentieren

Kommentar hinzufügen